Bocholt, 04. Juli 2015
Flüchtlinge: Neue Notunterkunft auf Kreuzstraße in #Bocholt
Zweigeschossige Containerwohnungen für 150 Personen ab September / Standort Franzstraße wird nicht realisiert
Bocholt (PID).
Die Stadt Bocholt wird eine Notunterkunft für Flüchtlinge auf der Kreuzstraße einrichten. Auf dem derzeit ungenutzten, rund 8.500 qm großen innenstadtnahen Gelände werden zweigeschossige Containerwohnungen für die Unterbringung von 150 Personen und Betreuungspersonal aufgestellt.
Ursprünglich war überlegt worden, eine Notunterkunft auf der Franzstraße zu errichten mit der Option, diese zu einer Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes (ZUE) auszubauen. Eine kurzfristige Aktivierung des Standorts Franzstraße hält die Verwaltung unter anderem aus baurechtlichen Gründen vor dem Hintergrund eines zurzeit großen Handlungsdrucks für nicht umsetzbar.
Ab September soll der Standort Kreuzstraße in Betrieb gehen. Er wird die Notunterkunft in der Norbertschule ersetzen. Der Standort Kreuzstraße ist auf maximal zwei Jahre beschränkt. Die Stadt wird das Gelände anmieten.
ZUE liegt auf Eis
Die Idee einer ZUE ist nach den Worten von Bocholts Sozialdezernent Ludger Triphaus gleichwohl „nicht vom Tisch. Sie liegt zurzeit auf Eis.“
Wöchentlich 10-15 Neuzuweisungen
Derzeit sind in Bocholt rund 400 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften und angemieteten Wohnungen untergebracht. Wöchentlich kommen rund 10-15 Personen hinzu. Die Plätze in den städtischen Unterkünften sind ausgeschöpft.
Neue Unterkunft Heutingsweg
Parallel richtet die Stadt eine neue Flüchtlingsunterkunft auf dem städtischen Gelände Heutingsweg (ehemalige Stadtgärtnerei) ein. Hier werden mobile, eingeschossige Containerunterkünfte für 80 Personen und Betreuungspersonal errichtet. Der Standort soll noch 2015 in Betrieb genommen werden. Die Dauer der Einrichtung ist über mehrere Jahre geplant.
Betreuung und Sicherheitsdienst
An beiden Standorten werden die Menschen durch Fachpersonal betreut; außerdem wird ein Sicherheitsdienst vor Ort sein. Zur schnelleren Integration von Flüchtlingen wird die Stadt ihr jüngst entwickeltes Konzept zur Flüchtlingsintegration anwenden, was etwa Hilfe bei Arbeits- und Wohnungssuche vorsieht. Ziel ist, Flüchtlinge, die ein Bleiberecht erhalten, möglichst zügig zu integrieren, damit sie eigenständig leben können.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Büro des Bürgermeisters, Pressesprecher Karsten Tersteegen, Telefon 0 28 71 95 33 27, E-Mail: karsten.tersteegen@mail.bocholt.de