Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 11. Februar 2016

Ferdinand Salomon van Loopik ist tot

Langjähriger Sprecher der VHS-Arbeitsgruppe "Synagogenlandschaft" starb im Alter von 67 Jahren

Bocholt (PID).

Ferdinand Salomon van Loopik ist tot. Der langjährige Sprecher der VHS-Arbeitsgruppe „Synagogenlandschaften“ starb nach langer schwerer Krankheit am Dienstag, 2. Februar, im Alter von 67 Jahren.

Bekannt wurde er in Bocholt durch seine mehr als zwanzig Jahre währende binationale Erinnerungsarbeit, die er im deutsch-niederländischen VHS-Arbeitskreis „Synagogenlandschaften”  wachhielt. Van Loopik, der der jüdischen Religion angehörte, gab dem Arbeitskreis wesentliche Impulse, durch Ausstellungen und Veranstaltungen auf die Spuren jüdischen Lebens im deutsch-niederländischen Grenzraum aufmerksam zu machen.

"Weg zeigen in eine Welt des Friedens und der Gerechtigkeit"

Beim jährlichen Gedenken an die Opfer der Pogromnacht vertrat er in Bocholt seit mehr als 20 Jahren die jüdische Religion. In einer Ansprache beim städtischen Gedenken am 9. November 1998 gab er die Mahnung: „Wir sollen die Jugend durch Erziehung und Aufklärung differenziertes Denken und Respekt für Andere lehren und ihnen - durch unser praktisches Beispiel - den Weg zeigen in eine Welt des Friedens und der Gerechtigkeit.” 1999 sprach er unter dem Titel “Glauben wir an einen Gott?” in der St.-Georg-Kirche in der Reihe der jährlichen Fastenpredigten.

Am 9. Februar wurde Ferdinand Salomon van Loopik auf dem Friedhof in Suderwick zu Grabe getragen.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Büro des Bürgermeisters, Pressesprecher Karsten Tersteegen, Telefon 0 28 71 95 33 27, E-Mail: karsten.tersteegen@mail.bocholt.de