Kreis Steinfurt. Um noch mehr Menschen zur Nutzung des Fahrrades auf alltäglichen Wegen zu bewegen, unternimmt der Kreis Steinfurt zahlreiche Aktionen wie zum Beispiel das Stadtradeln, an dem sich der Kreis in diesem Jahr gemeinsam mit 14 weiteren kreisangehörigen Kommunen beteiligt hat. Darüber hinaus ist die Kreisverwaltung als fahrradfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert und honoriert es, wenn für den Weg zur Arbeit das Fahrrad genutzt wird.
Wichtig sind aber nicht nur Aktionen, sondern auch ein gut ausgebautes Radwegenetz. Der Kreis Steinfurt erstellt deshalb zurzeit ein Radverkehrskonzept. Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens wurde Ende 2018 eine umfassende Bürgerbeteiligung durchgeführt. Die Bürgerinnen und Bürger konnten auf einer Internetplattform Hinweise und Anregungen zur Verbesserung der Radwegeinfrastruktur geben. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sind nun auf der Internetseite des Kreises abgebildet (www.kreis-steinfurt.de, Suchbegriff „Radverkehrskonzept“).
Auf 416 Seiten sind die konkreten Hinweise der Bürgerinnen und Bürger zusammengefasst. Sie reichen von Lücken im Radverkehrsnetz über bauliche und Sicherheitsmängel bis zu fehlenden Radabstellanlagen.
Mit der geplanten Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur möchte der Kreis Steinfurt mehr Menschen zur Nutzung des Fahrrades für die alltägliche Mobilität bewegen. Wie eine Studie aus dem Jahr 2011 darlegt, werden 24 Prozent aller Wege im Kreis Steinfurt bereits heute mit dem Fahrrad zurückgelegt. Gleichzeitig wird allerdings für viele Wege im Nahbereich noch immer der PKW genutzt. Hier sieht der Kreis ein großes Potenzial für einen Umstieg vom Auto auf das Fahrrad. Die zunehmende Verbreitung von Pedelecs erhöht dieses Potenzial zusätzlich. Der Kreis Steinfurt will deshalb sein bestehendes Radwegenetz optimieren, wo nötig ausweiten und in seiner Qualität steigern.
Es ist geplant, das Radverkehrskonzept bis zum Ende dieses Jahres fertig zu stellen.