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Meldungsdatum: 30.04.2026

„Sportlerehrung des Kreises Borken 2025“: Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster überreichte „Ehrenmedaille des Sports“ an national und international erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler

Auszeichnung „Trainer des Jahres“ ging an Bernd Rudde aus Borken / Madeleine Bernhard aus Ahaus und Nike Weßels aus Stadtlohn erhielten Anerkennung für „Junges Ehrenamt“

107 Leistungssportlerinnen und -sportler im Kreis Borken wurden am Dienstag (28.04.2026) bei der Kreissportlerehrung von Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster für ihre herausragenden sportlichen Leistungen im vergangenen Jahr in der Dreifach-Sporthalle des kreiseigenen Berufkollegs Borken mit der „Ehrenmedaille des Sports“ ausgezeichnet. Ausschlaggebend dafür waren Erfolge – im Team oder in Einzeldisziplinen – auf internationaler wie nationaler Ebene. Musikalisch umrahmt wurde die ebenso informative wie unterhaltsame Ehrungsfeier von dem Saxophonquartett „Holzhaufen“.

Bevor Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster auf die Erfolge der hiesigen Spitzensportlerinnen und -sportler einging, blickte er im munteren Dialog mit dem Moderator Raimund Stroick auf das Sportjahr 2025 zurück. Es habe erneut herausragende Ergebnisse und außergewöhnliche Leistungen heimischer Spitzensportlerinnen und -sportler gegeben. Und das wolle der Kreis natürlich auch besonders honorieren: Ausgezeichnet werden besonders erfolgreiche Athletinnen und Athleten, wenn sie ihren Wohnsitz im Kreis Borken haben oder einem Sportverein im Kreisgebiet angehören. „Bei der heutigen Ehrung zeigt sich wieder einmal die Vielfalt der Sportarten, die in unserem Kreis ausgeübt werden“, freute sich Dr. Hörster und überreichte dann die „Ehrenmedaillen des Sports“.

Hinweis an die Redaktionen: Eine Liste mit den geehrten Sportlerinnen und Sportlern nach Verbreitungsgebieten der hiesigen Tageszeitungen finden Sie auf der Internetseite https://www.kreis-borken.de/de/kreisregion/borken-erleben/sport/kreissportler-ehrung.php.

Im Rahmen der Veranstaltung ehrte Dr. Ansgar Hörster zudem Bernd Rudde aus Borken-Burlo als „Trainer des Jahres 2026“. In seiner Laudatio hob Hörster hervor, dass der Name Ruddes im Volleyballsport in Borken und weit darüber hinaus untrennbar mit Engagement, Leidenschaft und außergewöhnlicher Kontinuität verbunden sei.

Anschließend zeichnete Hörster den Weg des Preisträgers nach: Geboren in Stadtlohn, aufgewachsen und bis heute verwurzelt in Borken-Burlo, stehe Rudde nicht nur beruflich als mathematisch-technischer Assistent und Software-Ingenieur fest im Leben, sondern zeige auch im Ehrenamt seine große Hingabe für den Sport.

Seine Reise im Volleyball begann im Alter von neun bis zehn Jahren – zunächst als Spieler beim SV Burlo. Doch schon früh hätte sich gezeigt: Seine Stärken lägen nicht nur auf dem Feld, sondern auch am Spielfeldrand. Mit gerade einmal 16 Jahren übernahm er seine erste Co-Trainerstelle beim SV Burlo – der Beginn einer beeindruckenden, mittlerweile 39 Jahre andauernden ehrenamtlichen Trainerlaufbahn. Es folgten Stationen bei Westfalia Gemen, dem TV Vreden und dem RC Borken. Als Trainer von Jugend- und Damenmannschaften habe er „Generationen von Spielerinnen geprägt, gefördert und inspiriert“, so Hörster.

Das Wirken Ruddes gehe jedoch weit über das Training hinaus. 15 Jahre lang sei er Abteilungsleiter der Mädchen-Volleyballjugendabteilung in Borken gewesen und habe so maßgeblich zur Fusion der beiden Abteilungen vom SV Burlo und RC Borken zum RSV Borken im Jahr 2022 beigetragen. Als Gründer und Mitinitiator der Volleyballakademie in Borken habe er sich besonders für die Talentförderung von Jugendlichen eingesetzt. Die Einführung des strukturierten Frühfördertrainings unter dem Gesichtspunkt des Leistungssports in Kooperation mit der Jodocus-Nünning-Gesamtschule und anderen Schulen der Stadt Borken zeige seinen Weitblick und seine Überzeugung, dass Leistungssport und Bildung Hand in Hand gehen müssten.

Auch auf Verbandsebene sei sein Engagement bemerkenswert: als Kreisauswahltrainer sichte und fördere er Talente im Kreis Borken, beweise als Ausbilder für Jugendschiedsrichter beim Westfälischen Volleyball Verband WVV und als B-Lizenz-Schiedsrichter seinen Sportsgeist. Zudem helfe er als Leiter beim Aufbau des Landesleistungsstützpunktes Volleyball in NRW mit – und davon gebe es in ganz NRW mit dem USC Münster und RSV Borken nur zwei.

Auch seine sportlichen Erfolge würden für sich sprechen: Zahlreiche Podestplätze bei Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften in allen Altersklassen von Mädchen-Jugendmannschaften über zwei Jahrzehnte hinweg (von 2006 bis 2026) gingen auf sein Konto als Trainer zurück. Der jüngste Höhepunkt sei ein herausragender dritter Platz bei den Deutschen Meisterschaften der weiblichen U14 in Dachau 2025.

Die größten Erfolge zeichneten sich am Ende aber wohl weniger durch Medaillen aus, sondern durch die Menschen, die er begleitet hat, so Hörster. Der RSV Borken werde als erfolgreichster Mädchen-Volleyballjugendverein in den vergangenen zehn Jahren in NRW und unter den TOP 15 in Deutschland geführt. Er habe Spielerinnen entdeckt und gefördert, die ihren Weg bis in die 1. und 2. Bundesliga gefunden haben – darunter auch seine eigene Tochter Hannah Rudde sowie deutsche Nationalspielerinnen im Jugend- und Seniorbereich wie Linda Bock.

Aber nicht nur er, sondern seine gesamte Familie teile diese Leidenschaft für den Volleyball: Auch Tochter Mona Rudde sei in der Regionalliga beim RSV Borken aktiv. Und Melanie Rudde, die Frau von Bernd Rudde, sei sehr engagiert für alle Orga-Fragen und Aufgaben der Mannschaften im Verein.

Neben dem „Trainer des Jahres“ fand in diesem Jahr eine Premiere statt: Dietmar Eisele, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Sport des Borkener Kreistages, zeichnete zwei außergewöhnlich engagierte junge Menschen aus in der Kategorie „Junges Ehrenamt“: Madeleine Bernhard vom VFL Ahaus und Nike Weßels vom DJK Eintracht Stadtlohn. Ehrenamtliches Engagement sei alles andere als selbstverständlich, hob Eisele in seiner Laudatio hervor. Ehrenamt bedeute, Zeit und Energie zu schenken sowie Verantwortung zu übernehmen. „Dass Engagement keine Frage des Alters ist, sondern der Einstellung, zeigen die beiden Sportlerinnen“, so Eisele.

Madeleine Bernhard sei seit ihrem fünften Lebensjahr Teil der Turnabteilung des Vfl Ahaus. Das fortlaufende Interesse am Turnen und der Wunsch, ihren Verein aktiv zu unterstützen, bewegte sie bereits 2016 dazu, sich im jungen Alter von 14 Jahren durch die Sporthelferscheine I und II beim KreisSportbund für das Ehrenamt zu qualifizieren. Mit dem Erwerb der C-Lizenz, hätte sie früh eigene Gruppen übernommen und fördere und fordere seit nunmehr acht Jahren mit großem Engagement junge Nachwuchssportlerinnen und -sportler. Dabei sei sie nicht nur Trainerin, sondern biete stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Kinder und Eltern.

Mittlerweile leitet Madeleine Bernhard die Abteilung Turnen beim VfL Ahaus. Sie übernehme damit die Verantwortung für einen gesamten Fachbereich des Vereins und unterstützt diesen mit ihren Kompetenzen für Kinder und Jugendliche maßgeblich. Zu ihrem Einsatz gehören neben den wöchentlichen Trainingsstunden auch deren intensive Vor- und Nachbereitung sowie die Organisation größerer Vereinsaktivitäten – etwa die Fahrten zum Deutschen Turnfest. Ein Engagement, welches die 24-Jährige selbst als „Freizeitbeschäftigung“ betitele, so Eisele.

Über den Verein hinaus sei Madeleine Bernhard seit acht Jahren im Jugendvorstand des KreisSportBundes Borken e. V. tätig. Ähnlich wie im Verein scheine diese gute Arbeit Früchte zu tragen – sie sei dort seit 2025 als Sprecherin akzeptiert und in ihrer Rolle äußerst aktiv.

Die zweite Geehrte, Nike Weßels, leiste herausragende Arbeit als Ehrenamtlerin beim DJK Eintracht Stadtlohn. Ihre sportliche Laufbahn habe – wie so oft – im eigenen Sportverein vor Ort begonnen, ehe es im Seniorenbereich in Vereine der näheren Umgebung ging. Die Auflistung der von ihr trainierten Mannschaften scheine insbesondere in Anbetracht ihres noch jungen Lebensalters endlos, so Eisele. Seit 2016 betreut Nike Weßels ohne Unterbrechung in jedem Jahr eine Mannschaft und trage somit entscheidend dazu bei, dass Kinder frühzeitig und nachhaltig an den Fußball herangeführt werden. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, absolvierte sie schon 2018 einen „Girls-Only“-Lehrgang in Kaiserau, ergänzt um die C-Lizenz im vergangenen Jahr.

Doch ihr Engagement ende nicht auf dem Platz. Auch im Vorstand der DJK Eintracht Stadtlohn bringe sich Nike Weßels aktiv und kompetent mit ein. Bis April 2024 war sie unter anderem als Minikicker-Koordinatorin tätig. Mit dem Fokus auf die Förderung weiblicher Fußballerinnen engagiere sie sich seitdem als Frauen- und Mädchenkoordinatorin im Verein. Damit gingen unter anderem auch die Organisation und Vorbereitung des „Tag des Mädchenfußballs“, aber auch zahlreiche weitere Aktivitäten einher: Ausflüge mit ihren Mannschaften, Kurzreisen oder die Betreuung von Kindern im Ferienlager der DJK. „All das gestaltet sie mit außerordentlichem Einsatz in ihrer Freizeit“, so Eisele.

„Dank und Anerkennung gelten aber auch allen anderen Übungsleitern, Trainern und Führungskräften in den Vereinen und den Verantwortlichen in der Sportpolitik sowie den Eltern bzw. dem familiären Umfeld unserer Leistungssportlerinnen und Leistungssportler“, betonte Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster am Ende der Ehrungsveranstaltung noch einmal ausdrücklich. Nur durch deren Engagement werde Leistungssport vor Ort möglich und das ergebe dann – besonders erfreulich – auch zahlreiche nationale wie internationale Spitzenergebnisse!

Pressekontakt: Daniel Schemmer, Tel.: 0 28 61 / 681-2424


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (li.) und Moderator Raimund Stroick eröffneten die Kreissportlerehrung mit einem lockeren Talk über die Bedeutung des Leistungssports im Kreis Borken.

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Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (li.) und Moderator Raimund Stroick eröffneten die Kreissportlerehrung mit einem lockeren Talk über die Bedeutung des Leistungssports im Kreis Borken.


Nike Weßels (2.v.li.) und Madeleine Bernhard (2.v.r.) wurden in diesem Jahr durch Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (li.) und Dietmar Eisele, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Sport des Kreises Borken, in der Kategorie "Junges Ehrenamt" ausgezeichnet.

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Nike Weßels (2.v.li.) und Madeleine Bernhard (2.v.r.) wurden in diesem Jahr durch Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (li.) und Dietmar Eisele, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Sport des Kreises Borken, in der Kategorie


Bernd Rudde (li.) aus Borken wurde in diesem Jahr auf der Kreissportlerehrung von Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster als "Trainer des Jahres" ausgezeichnet.

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Bernd Rudde (li.) aus Borken wurde in diesem Jahr auf der Kreissportlerehrung von Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster als


Verbreitungsgebiet der AZ Gescher: Joke Upgang (Mitte) aus Gescher erhielt bei der diesjährigen Kreissportlerehrung von Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (r.) und Dietmar Eisele, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Sport des Kreises Borken, die Ehrenmedaille des Sports.

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Verbreitungsgebiet der AZ Gescher: Joke Upgang (Mitte) aus Gescher erhielt bei der diesjährigen Kreissportlerehrung von Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (r.) und Dietmar Eisele, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Sport des Kreises Borken, die Ehrenmedaille des Sports.


Verbreitungsgebiet des BBV: Die Geehrten aus dem Verbreitungsgebiet des BBV mit Vertretern aus Politik und Verbänden sowie Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (3. Reihe, 2.v.r.).

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Verbreitungsgebiet des BBV: Die Geehrten aus dem Verbreitungsgebiet des BBV mit Vertretern aus Politik und Verbänden sowie Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (3. Reihe, 2.v.r.).


Verbreitungsgebiet der BZ: Die Geehrten aus dem Verbreitungsgebiet der Borkener Zeitung mit Vertretern aus Politik und Verbänden sowie Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (2. Reihe, 6.v.r.).

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Verbreitungsgebiet der BZ: Die Geehrten aus dem Verbreitungsgebiet der Borkener Zeitung mit Vertretern aus Politik und Verbänden sowie Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (2. Reihe, 6.v.r.).


Verbreitungsgebiet der MZ: Die Geehrten aus dem Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung mit Dietmar Eisele (li., Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Sport des Kreises Borken), Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (2.v.r.) und Christian Stöttelder (Präsident des Kreissportbundes).

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Verbreitungsgebiet der MZ: Die Geehrten aus dem Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung mit Dietmar Eisele (li., Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Sport des Kreises Borken), Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (2.v.r.) und  Christian Stöttelder (Präsident des Kreissportbundes).